Im ersten Saisonspielen unterlag die SG Mudersbach/Brachbach im Lokalduell gegen den SuS Niederschelden mit 0:2 (0:1).

Folgend der Spielbericht der Siegener Zeitung, bei dem die SG mit Blick auf die 90 Minuten am Rosengarten zwar in der Bewertung des Redakteurs aus SG-Sicht etwas zu schlecht weg kommt, aber zumindest das Spielgeschehen inhaltlich korrekt zusammenfasst:

pm Niederschelden. Das erste große Derby der gerade begonnen Saison in der Fußball-Bezirksliga 5 hat nur bedingt gehalten, was die Konstellation versprach. Nach einem emotionalen Auftaktspiel mit turbulenten Szenen auf und neben dem Platz vor einem Jahr war die vorgezogene Begegnung zwischen dem SuS Niederschelden und der SG Mudersbach/Brachbach am Freitagabend so wie das Spätsommerwetter 2021: häufig trist. Abgesehen von den beiden Treffern von Nico Hermann (40.) und Luca Afflerbach (59.), die den favorisierten Hausherren einen 2:0 (1:0)-Heimsieg bescherten, bekamen die 350 Zuschauer auf dem Sportplatz am Rosengarten wenig Spektakuläres geboten.

„Es zählen nur die drei Punkte und der Derbysieg, den wir angemessen feiern werden“, konzentrierte sich Andreas Wieczorek in seiner Analyse aufs Wesentliche. Der SuS-Trainer konnte mit der Leistung seiner Schützlinge auch durchaus zufrieden sein, denn ihre Kernaufgabe erfüllten die Roten letztlich souverän. „Der Sieg ist unter dem Strich verdient. Wir hatten mehr vom Spiel, hatten mehr Abschlüsse und haben fast nichts zugelassen. Das war alles in Ordnung“, so Wieczorek.

In der Tat ließ der SuS gegen die tief gestaffelte Spielgemeinschaft die Kugel gut in den eigenen Reihen zirkulieren und baute das Spiel geduldig auf. In den entscheidenden Sequenzen fehlte jedoch die Genauigkeit, um sich in Abschlusssituationen zu bringen. Zwei Versuche von Tim Fesser und Luca Afflerbach, die kein Problem für Gäste-Keeper Maximilian Maruska darstellten, waren deshalb zunächst für lange Zeit die einzigen Torannäherungen. Dann aber kam die 40. Minute, in der die Schelder eiskalt zuschlugen. Ein verunglückter Schuss aus 16 Metern landete im Strafraum bei Neuzugang Nico Hermann, der davon profitierte, dass Gegenspieler Patrick Farnschläder im Mittelfeld verletzt auf dem Boden lag, sich seelenruhig drehen konnte und Maruska keine Chance ließ.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert. Die blau gekleidete SG zog sich weit zurück und setzte auf lange Bälle, der SuS suchte geduldig die Chance auf die Vorentscheidung. Diese kam nach einer Stunde, als der gerade frisch der A-Jugend entwachsene Luca Afflerbach von der rechten Seite nach innen zog und aus 16 Metern mit dem linken Fuß ins kurze Eck traf. „Danach haben wir leider nur noch verwaltet. Das ist der einzige Vorwurf an die Jungs“, so Wieczorek. Der einsetzende „Schlendrian“ beim „Spiel und Sport“ wäre beinahe schnell bestraft worden, doch SG-Mittelfeldmann Kai Pfeifer zielte in der 64. Minute völlig freistehend zu hoch und vergab die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Es sollte die einzige gefährliche Abschlussaktion der Gäste bleiben, die verbliebene Spielzeit bis zum Abpfiff des kaum geforderten Schiedsrichters Patrick Nickel plätscherte nur noch dahin.

„Nach dem 2:0 habe ich ein bisschen mehr Kontrolle erwartet, wenn wir es besser gespielt hätten, wären vielleicht auch noch mehr Tore drin gewesen. Nach neun Monaten Pause ist das aber alles ganz normal, wir werden uns sicherlich in den kommenden Wochen noch steigern“, zeigte sich Wieczorek optimistisch und ergänzte: „Derbys haben ja auch schonmal ihre eigenen Gesetze und können ganz anders laufen. Insgesamt können wir auf der Leistung schon aufbauen.“ Zunächst aber stand nach den ersten drei Punkten der Saison die verdiente Feier im Vordergrund. Und die dürfte ganz sicher nicht trist ausgefallen sein. Ganz anders als das Spätsommerwetter.

 

Social Media

     

  Sponsoren

                       

               

JSN Epic template designed by JoomlaShine.com